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Gedicht aus der Tang Dynastie: „Unter bemoosten Felsen wohnen“ Unter bemoosten Felsen wohnen Von Han Shan „Wenn ich unter bemoosten Felsen wohne, Auf Chinesisch 家住綠巖下 家住綠巖下,庭蕪更不芟。 Über Han Shan Han Shan, auch Han Shan Zi genannt, war ein berühmter Mönch und Dichter in der frühen Tang Dynastie (618-907 n. Chr.) Er lebte lange Zeit auf dem eisigen Bergrücken des Berges Tiantai. Die Sprache seiner Gedichte erscheinen zwar einfach und gewöhnlich; aber sein Stil war „ätherisch“ und einmalig. Der Bereich seiner Gedichte zeigt sein vornehmes Wesen. Über 300 von Han Shans Gedichten sind in der Sammlung Die Interpretation des Autors Die acht Zeilen des Gedichts schildern Szenen in den Bergen. Man kann das Gedicht als acht Zeichnungen (Malereien) stiller oder sich bewegender Dinge verstehen oder auch als eine Sammlung fein gezeichneter und geschnittener Montagen. Mit jeder Aufnahme wird eine, „ätherische“, harmonische, heitere und natürliche Welt dargestellt. Aber es wird auch das Bild eines göttlichen Eremiten (entfernt von der säkularen Welt) gezeichnet. Der Eremit lebt unter bemoosten Felsen, weit von der Welt und von jeglichen gewöhnlichen Menschen entfernt. Da er keine Besucher hat; Natur und Dichter sind eins. Was für ein wunderbares Königreich! Als aber der Dichter dieses Gedicht schrieb, war seine Absicht keineswegs die; nur eine schöne Landschaft zu zeigen, wie man sie auf Postkarten findet. In vielen seiner Gedichte benutzt Han Shan Bilder und Vergleiche, um das Buddha-Gebot zu beschreiben. Durch Beschreibungen sozialer Erscheinungen oder natürlicher Landschaften versucht Han Shan, den Menschen das Buddha- Gebot nahe zu bringen. Er sagte einmal: “Es ist besser, Gedichte von Han Shan im Haus zu haben als, wenn man viele Schriftrollen von Buddhaschriften liest.“ Daraus folgt, dass der Hauptaspekt dieses Gedichtes, „das göttliche Buch“ ist. Durch die Beschreibung der schönen Landschaften, möchte Han Shan den Leser dahin führen, dass er sich nach schönen Dingen sehnt und eventuell die Kultivierung zu einem höheren Wesen anstrebt. Es besteht die Möglichkeit, dass der Leser erkennt wie wunderbar das Streben nach höherem Wissen sein kann. Es gibt noch eine interessante Sache, die erwähnt werden muss. Han Shan ist ein buddhistischer Mönch und man sagt von ihm, er sei die Reinkarnation von Manjusri, Bodhisattva der Weisheit. Allerdings benutzt er in diesem Zusammenhang, das Wort „göttlich“, das den Lehren des Taoismus näher steht. Das ist ein Hinweis darauf, dass die taoistische Kultivierung auch eine wahre (orthodoxe) Kultivierungsschule ist. Seine Wortwahl ist deshalb sehr sinnvoll. |