Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Mittwoch, 11. Mai 2005      
Offener Brief an den Generalkonsul von Singapur in Österreich: Aufruf das ungerechte Urteil gegen Falun Gong Praktizierende richtig zu stellen

Honorargeneralkonsul
Mr Dr. Walter Rothensteiner

Honorargeneralkonsulat von Singapur
Am Stadtpark 9
1030 Wien


Wien, den 03. Mai 2005


Eure Exzellenz, Herr Dr. Rothensteiner,

Wir österreichischen Falun Gong Praktizierenden möchten Sie über einen wichtigen Fall bezüglich von Falun Gong Praktizierenden in Singapore informieren, und sie respektvoll dazu auffordern, zu helfen.

Am 27. April 2005 wurden die zwei Falun Gong Praktizierenden, Frau Ng Chye Huay und Ms. Cheng Lujin wegen "Versammlung ohne Genehmigung" und "Besitz und Verteilung von Video CDs ohne Genehmigung" und sechs anderen Anklagepunkten, welche im Mai 2004 gegen sie erhoben wurden, verurteilt.

Ihr "Verbrechen"? Fraug Chye Huay und Ms. Cheng Lujin verteilten in einem öffentlichen Park Infomaterial an die Passanten, welches die Menschenrechtsverletzungen gegen Menschen dokumentiert, die in China Falun Gong praktizieren. Dieselben Infomaterialien werden fast täglich in jeder größeren Stadt in Nordamerika, Europa, Australien wie auch in Teilen des nahen Ostens, Südamerika, Afrika und auch in Australien verteilt.

Nach etwa einem einjährigen Gerichtsverfahren verurteilte das Gericht am 27. April 2005 die zwei Praktizierenden. Frau Ng erhielt eine Strafe von 24.000 Singapur Dollar, und Frau Cheng eine Strafe von 20.000 Singapur Dollar. Die zwei Praktizierenden weigerten sich, das Urteil anzunehmen und kündigten an, daß sie in Berufung gehen werden. Sie wurden dann noch am selben Tag um 18:00 Uhr in das Changi Frauengefängnis gebracht, wo sie bis zu 24 Wochen festgehalten werden können. Die zwei Frauen befinden sich gegenwärtig im Hungerstreik, um gegen das unkorrekte Urteil zu protestieren.

Bis vor einigen Tagen bestraften nur Behörden in China die Menschen für das Verteilen solcher Infomaterialien. Unglücklicherweise folgt das Rechtssystem Singapurs China nach, Menschen dafür zu bestrafen, daß sie die Wahrheit sagen.

Wir appellieren an Sie, zu helfen, die Regierung von Singapur dazu aufzurufen, diese Entscheidung zu überdenken, und den Fall gerecht nach geltendem Gesetz zu behandeln. Keine Regierung sollte die Freiheit aufgeben, nur um sich beim kommunistischen Regime in Peking einschmeicheln zu wollen. Jeglicher kurzfristige Vorteil, der durch solche Taten entsteht, wird durch den Schaden für Singapurs Gültigkeit der Rechtsprechung, seinen Ruf in der internationalen Gemeinschaft und dem Wohlergehen seines Volkes überschattet.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Wir freuen uns auf Ihre Antwort

Hochachtungsvoll

Österreichischer Falun Dafa Verein



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