1. In Russland wurden alle Aktivitäten (Umzüge, Infostände usw..) außer einer abgesagt, so dass die mehreren Hundert angereisten Praktizierenden aus aller Welt, ihren Appell zur Beendigung der Verfolgung nicht öffentlich machen konnten.
2. In Talinn wollten wir vor dem Konsulat stehen und die Übungen machen. Wir gingen zur Polizei und die war so beschäftigt, dass sie uns zu der Dienststelle schickte, die für Genehmigungen zuständig ist. Wir gingen hin und erzählten, was wir vor hatten. Sie sagten uns zwar das man das eigentlich 10 Tage vorher anmelden sollte, aber wir erklärten ihnen die Umstände und sie halfen uns dann gerne. Das Formular, welches auf estländisch war, füllte eine Polizistin für uns aus und erzählte uns dann, wo wir noch hingehen mussten. Einmal zum Kulturamt und einmal zum Bauamt. Sie sollten bescheinigen, dass sie von der Aktion in Kenntnis gesetzt wurden und das sie keine Einwände hatten. Das einzige Problem, was wir hatten, schien die Zeit, denn es waren nur 25 Minuten, um all diese Dinge zu erledigen. Wir beeilten uns und schafften es schließlich pünktlich mit beiden Unterschriften wieder im Büro zu sein. Eigentlich brauchten wir nur noch eine Unterschrift vom Chef dieser Abteilung, der dann unterschreibt, wenn alle anderen bereits unterschrieben haben, jedoch kein Mitspracherecht hat. So warteten wir, aber es dauerte sehr lange. Schließlich kam jemand zu uns und es hieß, dass wir eine Genehmigung vom Auswärtigen Amt bräuchten und eine weitere Genehmigung vom Konsulat der VR China. Das war natürlich ziemlich lächerlich. Wo diese beiden Unterschriften auf diesen Zettel später stehen sollten, das war auch nicht so ganz klar, denn es gab kein Platz und Feld mehr dafür.
Als wir am nächsten Tag im Auswärtigen Amt waren, wussten sie gar nichts davon und sagten, damit hätten sie gar nichts zu tun. Komisch war auch, das die anderen Ämter genau wussten, was sie zu tun hatten, aber im Auswärtigen Amt jedoch, hatten sie so was nie zuvor gesehen. Am gleichen Tag bekamen wir Besuch von einem sogenannten Sicherheitsbeamten, der uns in unserer Wohnung besuchte und uns später eine falsche Telefonnummer hinterließ, es geschahen viele merkwürdige Sachen. Alles nur, um uns daran zu hindern, gegen die Verfolgung von Falun Gong in China zu verhindern. Handelte es sich vorher überwiegend um die Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden in China, zeigt sich mehr und mehr wie der chinesische Staatspräsident Jiang Zemin, seine Verfolgungspolitik und seine Unterdrückungsmaßnahmen aufs Ausland ausdehnt und andere Ländern zu stillen Mittätern macht.
Als wir diese Geschichte über die geplatzte Genehmigung der Presse erzählten, war sie sehr interessiert und wunderte sich auch sehr über diese Sache. Wir hoffen, dass auf diese Weise die Menschen Estland die Wahrheit über Falun Gong und die Verfolgung erfahren und sich nicht durch die üble Verleumdungspropaganda täuschen lässt.